Sollten Christen in die Politik gehen oder nicht?
Beginnen wir mit dem pro:
Da es in unserer heutigen Gesellschaft kaum noch ethische Werte oder ein Moralgefühl gibt, wäre es, so denke ich, sinnvoll das wahre Christen in die Politik gehen. Diese würden dann für biblische Werte einstehen, nach ihnen fordern, bzw. auf sie verweisen.
Zu Zeiten des Alten Testaments gab es ja auch Könige, Richter, etc. Diese waren im Endeffekt auch Politiker und hatten ihre (manchmal mehr, manchmal weniger gute) Beziehung zu Gott.
Genau so könnte es doch heute auch sein. Wahrhaftige Nachfolger Christi könnten sich für biblische Werte einsetzen. Solche Politiker wären gerade in der heutigen Zeit so sehr notwendig. In einer Zeit in der es Debatten um Adoption homosexueller Partnerschaften gibt, in der Gewalt, Pornos u.ä. “rund um die Uhr” im Fernsehen laufen … (ich könnte noch einiges mehr an dieser Stelle anbringen, jedoch würde mein Artikel ziemlich lang werden).
Kommen wir nun zum contra:
Allein wenn man sich schon in Deutschland umschaut liegt die bekannteste “christliche” Partei ,die CDU, mit ihrem Namen ziemlich weit weg von dem was sie, meines Erchtens, seien sollte.
Die Politiker aus dieser angeblich “christlichen” Partei sind keinen Deut besser als die Politiker anderer Parteien. (Natürlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren, doch ist es sicher bei der Mehrheit der Politiker so).
Sie lügen, betrügen, kassieren Schmiergelder ein und erzählen den Wählern vor dem Wahlkampf die größtem Märchen nur damit sie, machthungrig wie sie allesamt sind, die erhoffte absolute Mehrheit erlangen. Und bei der Vereidigung zum Kanzler/ zur Kanzlerin haben sie noch, dreist wie sie sind, die Bibel in der Hand.
Man erinner sich nur an den Wahlkampf 2005:
“Ich habe gesagt, ich will keine Große Koalition – und es wird sie auch nicht geben.”
Dies sagte Frau Merkel im Juli 2005. Komischerweise wurde wenige Monate später eine große Koalition gebildet… Schon seltsam wie unsere Bundeskanzlerin das 8. Gebot versteht und das obwohl sie Tochter eines Pfarrers ist. Natürlich muss man ihre schwere Vergangenheit berücksichtigen. Die arme Frau hatte es dermaßen schwer in der ehemaligen DDR dass sie sogar pomovieren konnte und den Doktortitel in Physik bekam. Und dass obwohl es ja alle Christen so schwer hatten, damals im Osten.
Hinzu kommt, dass sogut wie alle großen Leute (wie uns auch die Geschichte zur Genüge zeigt) “vergessen wo sie herkommen”. Das heißt nichts anderes, als dass sie als kleine Lichter in der Geschichte wirklich gute Ansätze hatten. Jedoch hat man, je mehr Macht man besitzt, immer weniger Charakter bei seinen Grunidealen und Prinzipien zu bleiben.
Da wären mir die schon lieber:
Da weiß man wenigstens woran man ist.
Punktum bin ich der Ansicht das Christen (und damit meine ich nicht nur die Leute, die sich nur so nennen, sondern es auch mit Leib und Seele sind) der Politik mehr als gut tun würden. Am ehesten kommt man von diesem, wohlgemerkt, traumhaften Denken zu angewandten Taten nicht durch reden sondern durch handeln Stück für Stück näher.
So bete man für christliche Politiker hier und auf der ganzen Welt, auf das diese dann mit Gott zusammen die Welt verbessern.
Amen